Ich trage meinen Schatten selbst
Kein Bekenntnis der Schuld, sondern der Verantwortung. Ein Lied, das sagt: 'Was ich bin - trag ich. Nicht weil es leicht ist. Sondern weil es meins ist.' Der Schatten ist nicht das Böse - er ist das Verdrängte, Verleugnete, Ungelebte. Wer ihn ablehnt, bleibt Opfer. Dieses Lied ist ein Akt der Rückholung. Ein innerer Ritterschlag: 'Ich übernehme. Ich bekenne. Ich trage.' Nicht um zu leiden - sondern um ganz zu werden.

LyricsGermanShowHide
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Ich seh, was ich war – wenn keiner hinsieht. Ich hör, wie ich klang – wenn ich verletzt hab.
Und ich lauf nicht mehr weg.
Ich war hart, weil ich weich war. Ich hab gebissen, weil ich Angst hatte.
Ich hab gespielt, wo ich hätte weinen sollen. Und das bin ich. Auch.
Ich trage meinen Schatten selbst. Nicht als Strafe – sondern als Teil.
Ich halt ihn in mir – wie ein Bruder, der nie reden durfte.
Ich verzeih mir nicht – ich vernehm mich. Ich leugne nichts – ich halt es aus.
Und das ist Liebe. Nicht weich – aber wahr.
Ich trage meinen Schatten selbst. Und werd nicht kleiner. Ich werd ganz.
Und wer mich liebt – liebt mich so. Nicht trotz – sondern wegen.
Ich bin kein Licht. Ich bin Mensch. Und das reicht.

