Zwischen den Schattenlinien

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Narrative
Er lag in dieser Zwischenwelt. Nicht ganz in der Erinnerung, nicht ganz in der Gegenwart. Wie ein Ton, der nie zu Ende gespielt wurde.
Ich sah ihn da sitzen – Andreas Gerhardsohn, gebrochener Träger einer nie ganz ausgesprochenen Liebe.
Er hatte alles versucht: zu fühlen, zu fliehen, zu halten.
Doch Nähe ohne Sprache wird zu Lärm. Und Schweigen wird zu Schuld.
In seinen Augen brannten die Fragen: Hätte ich… Konnte ich… Warum nicht…
Aber Antworten sind selten treu. Und manchmal – muss man sich selbst verzeihen, für das, was man aus Angst nicht war.
Er faltete den Brief. Ließ ihn geschlossen. Manche Wahrheiten müssen unausgesprochen bleiben, damit sie nicht zu spät gesagt werden.
Der letzte Blick ins Feuer. Der letzte Klang vor dem Spiegel. Und aus dem Dunkel erhob sich ein leises „Vielleicht…“

