Zwischen den Händen

LyricsGermanShowHide
Narrativ
Sprich du nicht. Ich hör euch schon.
Es ist nicht immer der Streit, der trennt. Oft ist es die Stille - die, die sich nicht füllt, sondern wächst wie Moos zwischen Steinen.
Ich sehe euch - an einem Tisch gebaut aus Schweigen. Kein Geschirr darauf. Nur der Abdruck von Jahren. Ein Muster aus Pflicht und dem leisen Wunsch, dass es doch Liebe sei.
Du hast sie geliebt, Andreas. Nicht falsch. Nur still. Und sie hat dich gespürt - nicht in Worten, aber im Dasein, wenn du dachtest, du seist allein.
Der Hof stand. Die Kinder lachten. Der Wind sang durch das Dach und trug eure unausgesprochenen Lieder in alle Richtungen davon.
Ich bin Veit - der, der in deinen Nächten atmet. Der, der sich erinnert, wenn du vergessen willst. Und ich sage dir:
Was ihr getragen habt, war schwer. Aber es war gemeinsam.
Und jetzt, zwischen Nähe und Namen, fragt euch nicht, was war falsch. Sondern nur:
Was davon war wahr?

